Büroarbeitsplätze – „Ich habe Rücken“

Langes Sitzen ist ungesund

In vielen Berufen sind reine Sitzarbeitsplätze mittlerweile der Standart. Leider hat sich in den Jahrzehnten gezeigt, dass reine Sitzarbeitsplätze zu gesundheitlichen Problemen führen. Es treten einseitige Muskel-Skelett-Belastungen auf, die zu Ausfallzeiten der Mitarbeiter führen. Eine bekannte Krankheit wird von Betroffenen als „ich habe Rücken“ beschrieben.

 Aber muss eine solche Beeinträchtigung entstehen?

Hier kann man ganz klar sagen – NEIN

Durch die richtige Auswahl von Arbeitsmitteln und einer richtigen Arbeitsplatzgestaltung, sowie einer der Gesundheit förderlichen Arbeitsorganisation, lassen sich diese Probleme vermeiden und Kosten für den Arbeitgeber senken.

 Einige Beispiel:

 Grundsätzlich sollte eine einseitige Muskel-Skelett-Belastung vermieden werden. Das bedeutet eine Abwechselung von Sitzen und Stehen. Das kann man dadurch erreichen, das man immer zu einem Drucker oder Fotokopierer laufen muss. Das hat den weiteren Vorteil, dass der Arbeitnehmer nicht direkt der Feinstaubbelastung durch diese dauerhaft ausgesetzt ist.

Auch Telefonate können im Stehen geführt werden, was einen Wechsel zwischen sitzen und stehen ermöglicht.

 Ein weiteres Hilfsmittel können automatisch höhenverstellbare Schreibtische / Arbeitstische sein. Hier kann während des Arbeitstages die Höhe des Tisches verändert werden, so dass man den Tisch als Stehtisch nutzen kann und trotzdem alle seine Arbeitsmittel zur Verfügung hat.

 Ein besonders wichtiger Aspekt ist der Bürostuhl. Dieser kann sehr statisch sein, was nicht vorteilhaft ist. Gesundheitsfördernd sind dynamische Bürostühle. Sie sind in alle Richtungen beweglich und verhalten sich ergonomisch. Mit ihren Freiheitsgraden ermöglichen sie dynamisches Sitzen, wodurch die Wirbelsäule nicht einseitig belastet wird.

 Ein Thema das ohne Investitionen der Gesundheitsförderung zuträglich ist, ist die Höhenverstellung von Monitoren. Viele Nackenschmerzen entstehen durch einen nicht vorteilhaften Blickwinkel auf den Monitor. Der Monitor sollte so eingestellt sein, dass die oberste Zeile in etwa auf Augenhöhe liegt. Der perfekte Abstand zwischen den Augen und dem Bildschirm ist abhängig von der Bildschirmgröße und liegt bei 45 bis 80 cm.

Gerne berate ich Ihren Betrieb zu diesem Thema.

 Ihr Ansprechpartner:

 Dipl.-Wirt.Ing.(FH) Thorsten Keimel

Sicherheitsingenieur und Brandschutzbeauftragter

 Tel.: 02381-3707307

 info@arbeitsschutz-westfalen.de

 www.arbeitssicherheit-westfalen.de

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Fürsorge durch Arbeitgeber und Führungskräfte im Ramadan

Auch wenn der Glaube Privatsache ist, gibt es Aspekte, die auch für Führungskräfte und Arbeitgeber wichtig sind.

Seit dem 09. Juli halten viele Muslime den Ramadan. In Betrieben, die Mitarbeiter haben die den Ramadan einhalten, ist besondere Fürsorgepflicht zu beachten. Da es diesen Personen untersagt ist, Speisen und Flüssigkeiten jeglicher Art von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu sich zu nehmen. Jetzt im Hochsommer entsteht eine zusätzliche Gefährdung für die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter können Dehydrieren. Die Dehydrierung führt dazu, dass Mitarbeiter Konzentrationsstörungen bekommen, was beispielsweise bei Arbeiten an Maschinen und Anlagen die Wahrnehmungsfähigkeit von Gefahren stört. Gefahren können nicht rechtzeitig erkannt werden. Auch bei schwerer körperlicher Arbeit, besonders im Freien, können Gesundheitsschäden entstehen.

Auch kann Müdigkeit auftreten, da jetzt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zuweilen sechzehn Stunden liegen.

Hier sollten Führungskräfte und Arbeitgeber besonders sensibel reagieren. Sie sollten ein besonderes Augenmerk auf die Mitarbeiter haben, um sie vor Gefahren und Gefährdungen zu schützen. Es ist aber auch darauf zu achten, das unbeteiligte Dritte oder Arbeitskollegen nicht zusätzlichen Gefährdungen ausgesetzt werden.

Arbeitgeber und Führungskräfte sollten daher besonders in den ersten Tagen sensibel auf solche Auswirkungen achten:

 

–        Dehydrierung

–        Kreislaufprobleme

–        Erschöpfungszustände

–        Konzentrationschwierigkeiten

–        Verlangsamte Reaktionen

–        Schlafmangel

 

Das Ziel ist, das Ihre Mitarbeiter und Sie sicher Arbeiten.

 

 

 

 

Dipl.-Wirt.Ing.(FH) Thorsten Keimel

Sicherheitsingenieur

 

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Ungeübte Ferienarbeiter – Was Arbeitgeber im Arbeitsschutz beachten sollten

In den Ferien möchten viele Schülerinnen und Schüler ihr Taschengeld aufbessern und Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln. Hierbei müssen Arbeitergeber bedenken, dass junge Menschen zum Teil ein noch nicht so ausgeprägtes Bewusstsein in Sicherheits- Gesundheitsschutz haben.

 

Sollen Schülerinnen und Schüler beschäftigt werden, so müssen Sie mindestens 15 Jahre (JArbSchG) alt sein, Sie unterliegen dem Jugendarbeitsschutzgesetz.

 

Im Arbeitsschutz hat der Arbeitgeber einige wichtige Punkte zu beachten:

 

–        Schüler dürfen nur mit Tätigkeiten beschäftigt werden, für die eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) vorgenommen wurde (§28a JArbSchG) und geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen wurden

 

–        Die Arbeit muss für Jugendliche geeignet sein und es sind Beschäftigungsverbote und –beschränkungen zu beachten

dazu zählen zum Beispiel:

  • Schweres Heben, Tragen
  • Langandauernde erzwungene Körperhaltung
  • Akkordarbeit
  • Unfallträchtige Arbeiten, wie Abbrucharbeiten, Tiefbau, Arbeiten auf Gerüsten, Kranarbeiten, …
  • Extreme Hitze und Kälte
  • Arbeiten mit Infektionsgefährdungen
  • Arbeiten mit Gefahrstoffen

 

–        Grundsätzlich müssen alle Arbeitnehmer über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz unterwiesen werden

–        Es ist eine ausreichende Aufsicht während der Arbeit durch einen fachkundigen Erwachsenen sicherzustellen.

 

Neben den anführten Punkten sind noch eine Vielzahl weiterer Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zu beachten.

 

Das Ziel ist es, die Jugendlichen vor Gefährdungen und Gesundheitsschäden zu schützen.

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Unfälle von Haushaltshilfen

Sie sind die guten Seelen in vielen Haushalten – Haushaltshilfen.Sie sind im Haushalt, im Garten, als Babysitter und bei vielen anderen Tätigkeiten anzutreffen.

Was geschieht, wenn Haushaltshilfen während ihrer Arbeit verunglücken, also einen Arbeitsunfall haben? Grundsätzlich haben Haushaltshilfen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies ist selbst dann der Fall, wenn die Haushaltshilfen nicht bei der Minijobzentrale angemeldet sind. Die Haushaltshilfen erhalten die beste medizinische Versorgung, mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Sollte die Haushaltshilfe nicht angemeldet sein, so kann es passieren, dass der Arbeitgeber von der Unvallversicherung in Regress genommen wird. Bei angemeldeten Haushaltshilfen werden die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung durch die Minijobzentrale erhoben.

Auch in privaten Haushalten ist der Arbeitgeber für die sichere Arbeit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer verantwortlich. Es fängt bereits damit an, dass bei Arbeiten mit Reinigungsmitteln, nur solche eingesetzt werden, die z.B. die Haut nicht schädigen. Weiter ist geeignete Persönliche Schutzausrüstung, wie Handschuhe zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls ist die Haushaltshilfe vor Berufskrankheiten, die sich oft über Jahre entwickeln zu schützen. Zu den Berufsbedingten Hautkrankheiten zählen unter anderem Ekzeme an Haut und Händen, Verätzungen durch Reinigungsmittel oder auch Infektionskrankheiten durch Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen.

Unterweisen Sie daher ihre Haushaltshilfen, bereitgestellte Persönliche Schutzausrüstung zu verwenden und klären Sie die Person über mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz auf. Bedenken Sie, dass der Ausfall Ihrer Haushaltshilfe auch Ihren Ablauf im Haushalt stören wird.

http://www.arbeitsschutz-westfalen.de

Leistungsfähig bleiben bei hohen Temperaturen

Endlich zeigt sich wieder die Sonne nach dem langen Winter und die Temperaturen erreichen Werte um die 30°C. Bei solchen Temperaturen fällt es schwer, seine Arbeit gut und konzentriert zu erledigen.

Für Schüler gibt es Hitzefrei, aber die Arbeitende Bevölkerung sitzt im Büro oder arbeitet in Werkhallen oder gar im Freien.

 

Hierbei ist es wichtig ausreichend zu trinken. Ein Richtwert meint 2-3 Liter pro Tag. Grade bei hohen Temperaturen ist das wichtig, damit wir Leistungsfähig bleiben. Hier können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter Schützen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit sicherstellen, indem Sie Getränke zur Verfügung stellen. Eine kleine Investition in Getränke steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter und erhält dieses Leistungsfähig. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken.

 

Hitzefrei gibt es für Arbeitnehmer nicht. Es steht aber in der Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR 3.5) Punkt 4.2, „Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen … soll +26°C nicht überschreiten.“

 

Die ASR 3.5 gibt somit eine Orientierung, welche Temperaturen in Arbeitsräumen möglichst nicht überschritten werden sollen.

 

Hier ist der Arbeitgeber in der Verantwortung, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

 

 

www.arbeitssicherheit-westfalen.de