Ferienarbeiter beschäftigen – Arbeitssicherheit beachten

In den Ferien möchten viele Schülerinnen und Schüler ihr Taschengeld aufbessern und Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln. Hierbei müssen Arbeitergeber bedenken, dass junge Menschen zum Teil ein noch nicht so ausgeprägtes Bewusstsein in Sicherheits- Gesundheitsschutz haben.

Sollen Schülerinnen und Schüler beschäftigt werden, so müssen Sie mindestens 15 Jahre (JArbSchG) alt sein, Sie unterliegen dem Jugendarbeitsschutzgesetz.

Bevor Ferienarbeiter im Betrieb tätig werden, hat der Unternehmer die Gefährdungen zu analysieren und die Gefährdungsbeurteilung auf Aktualität zu überprüfen.

Am ersten Arbeitstag sind die Ferienarbeiter über die Gefährdungen und eventuelle Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, wie zum Beispiel dem Tragen der persönlichen Schutzausrüstung zu unterweisen. Dabei ist zu beachten, dass die Unterweisung möglichst schriftlich zu dokumentieren ist.

Im Arbeitsschutz hat der Arbeitgeber einige wichtige Punkte zu beachten:

–        Schüler dürfen nur mit Tätigkeiten beschäftigt werden, für die eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) vorgenommen wurde (§28a JArbSchG) und geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen wurden

–        Die Arbeit muss für Jugendliche geeignet sein und es sind Beschäftigungsverbote und –beschränkungen zu beachten

dazu zählen zum Beispiel:

  • Schweres Heben, Tragen
  • Langandauernde erzwungene Körperhaltung
  • Akkordarbeit
  • Unfallträchtige Arbeiten, wie Abbrucharbeiten, Tiefbau, Arbeiten auf Gerüsten, Kranarbeiten, …
  • Extreme Hitze und Kälte
  • Arbeiten mit Infektionsgefährdungen
  • Arbeiten mit Gefahrstoffen

–        Grundsätzlich müssen alle Arbeitnehmer über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz unterwiesen werden

–        Es ist eine ausreichende Aufsicht während der Arbeit durch einen fachkundigen Erwachsenen sicherzustellen.

Neben den anführten Punkten sind noch eine Vielzahl weiterer Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zu beachten.

Das Ziel ist es, die Jugendlichen vor Gefährdungen und Gesundheitsschäden zu schützen.

 

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